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Verkehrspolitik

 

Befragung der OB-Kandidaten

Analyse der Antworten aus Sicht des ADFC

Der amtierende OB Kissel antwortete schnell. Allerdings wurden die Fragen nicht direkt und konkret beantwortet, sondern in einer Art Rechenschaftsbericht der Status Quo seiner letzten Amtsjahre zu dieser Thematik beschrieben. Stichworte dazu: 75 km Radwege in Worms, ehrenamtliche Fahrradbeauftragte, Verleihsystem „VRNNextbike", Attraktivität der Innenstadt für Radfahrer dank Schutzstreifen, öffnen von Einbahnstraßen und Erhöhung von Abstellplätzen. Visionen, Ideen für die Zukunft gibt der OB keine. Er verweist auf das in Auftrag gegebene Mobilitätskonzept. Mit Ergebnissen wird nach seiner Aussage erst in 2019 zu rechnen sein.
Der ADFC vermisst das Aufzeigen von Verbesserungspotenzialen, Schwachstellen, Visionen, was machbar wäre, um das Potenzial der Fahrradnutzung in Worms spürbar zu erhöhen. Herr Kissel umging auf diese Weise, sich klar und eindeutig zu einzelnen Punkten zu äußern. Damit kann er aber auch später nicht daran festgemacht werden. Politisch durchaus verständlich und professionell.

OB Kandidat Kessel beantwortete akribisch die vom ADFC gestellten Fragen. Derzeitige Schwachstellen und Verbesserungspotenziale werden klar benannt und aufgezeigt (Sicherheitsproblematik im Straßenverkehr, Trennung wenn möglich, Kreiselproblematik, Neuhäuser Tunnel), allerdings bei der Umsetzung wird „zurückgerudert: „Im Bestand kann die Situation mit kleinen, preiswerten Maßnahmen oftmals schon verbessert werden." Der ADFC ist da anderer Meinung. Die „kleinen, preiswerten Maßnahmen" sind ausgereizt. Seit Jahren tritt man in Worms auf der Stelle.
Radwegeverbindungen: hier bringt Kessel gute Ideen: Hauptachsen, breit und gut ausgebaut und Verbesserung der Anbindung der Vororte und zu den Arbeitszentren. Der ADFC begrüßt diese Sichtweise, aber Kessel schweigt sich aus, wie das zu bezahlen ist und was das kosten wird.
Zu spezifischen Themen wie Zone 30, Fahrradstraßen, Fahren zu bestimmten Zeiten in der Fußgängerzone, Radtourismus, Unterführung B9 in Höhe Pfaffenwinkel spricht sich Kessel eher politisch indifferent aus.
Der ADFC erkennt durchaus den Willen bei Herrn Kessel, etwas zu ändern, zu verbessern. Aber man erkennt auch den pragmatischen Ansatz des Berufspolitikers, offen zu lassen, wie das umgesetzt werden könnte.

OB Kandidat Grünewald:
Auch er beantwortete die Fragen des ADFC dezidiert. Er benennt direkt die beiden neuralgischen Punkte Sicherheit und Komfort der Radwegebeschaffenheit für eine Erhöhung der Fahrradnutzung. Er spricht als einziger der OB Kandidaten von einer grundlegenden Neuausrichtung und beschreibt diese auch: Radschnellwege, die nabenförmig in die Stadt führen, ringförmig verbunden sind und innerstädtisch mit Fahrradstraßen fortgeführt werden. Grünewald stellt das von Kissel und Kessel angesprochene Mobilitätskonzept als „Phantom" da, als Ausrede, dass seit Jahren nichts passiert. Die Anbindung aller Vororte ist nicht optimal, die Beschaffenheit vorhandener Radwege sei katastrophal, die Wege weder sicher, noch bequem oder breit genug. Alle Radwege müssen allwettertauglich sein. Erste Ideen für eine Fahrradstraße werden genannt. Grünewald ist der einzige der OB Kandidaten, der einen Budgetrahmen nennt. „Wir werden 20 Jahre lang jährlich zunächst 1 dann 3-5 Mio. jährlich für Radwegebau investieren müssen." 30 km/h innerstädtisch steht er positiv gegenüber, zu (überdachten) Fahrradabstellanlagen gibt Grünewald eine ganze Reihe von Empfehlungen.
Grünewald sieht in einer Über- oder Unterführung der B9 in Höhe Pfaffenwinkel ein MUSS. Außerdem ist auch der Lückenschluss zwischen Worms Nord und Osthofen schnellstens zu lösen.
Aus Sicht des ADFC zeigt die Vorstellung von Herrn Grünewald am differenziertesten, was ein Mobilitätskonzept mit Intensivierung der Fahrradnutzung bedeutet. Es ist nur langfristig umsetzbar und es kostet Millionen, mindestens im mittleren 2-stelligen Bereich.

Herr Gräff beantwortete alle Fragen
Die Sicherheitsproblematik möchte er innerstädtisch durch ein einbahnartiges Ringstraßensystem, mit Radspuren getrennt von der Autofahrbahn lösen. Er steht positiv zu der Idee von Radschnellwegen. Er möchte den/die Fahrradbeauftragten mit mehr Rechten und Vollmachten ausstatten, eine Meldestelle einrichten, um Verstöße sofort melden zu können und den Vollzug kontrollieren. Innerörtlich plädiert Graff für Tempo 30, auch um dadurch Verkehrslärm und Emissionen zu reduzieren und für die Errichtung von Fahrradstraßen wo sinnvoll und möglich. Abschließbare Fahrradabstellanlagen und E-Bike Ladestationen möchte er etablieren, bzw. ausbauen. Priorität hätten solche am Markt- und Ludwigsplatz. Touristisch würde Gräff eine Tourismusroute für Fahrradfahrer begrüßen, die auch die Vororte erfasst.
Eine Unterführung der B9 würde er begrüßen, gibt allerdings finanzielle Hürden zu bedenken.
Herr Gräff gibt die mangelnde fachliche Kenntnis bei einigen Punkten, bspw. Mobilitätskonzept, Unterführung Pfaffenwinkel, offen zu. Das findet der ADFC gut. Zu glänzen, ohne wirkliche fundierte Kenntnis der Materie ist zu häufig der Fall, gerade und auch in der Politik.

Herr Englert beantwortete ebenfalls alle Fragen.
Englert versucht in seinen Ausführungen die Konfliktsituation zwischen Autofahrer und Radfahrer aufzuzeigen und an einen Wandel in Mentalität und Einstellung in Richtung Gleichberechtigung im Straßenverkehr zu appellieren. Sehr konkret wird er dabei allerdings nicht. Das gilt auch, was ein Mobilitätkonzept angeht. Die zentrumnahen Vororte sind aus seiner Sicht relativ gut angeschlossen, fernere Vororte aus seiner Sicht eher schlecht angebunden. Die Qualität der Radwege ist aus seiner Sicht auch verbesserungswürdig, sie sind zu schmal, zu unübersichtlich, zu wenig durchgängig, was auch das Unsicherheitsgefühl verstärke. Englert steht Radschnellwegen positiv gegenüber. Aus seiner Sicht hat das Fahrrad einen zu geringen Stellenwert in Worms, auch in der Rathausspitze.
30 km Zonen werden von Englert weniger Relevanz beigemessen als die Minimierung von durchfahrenden LKWs. Die Fußgängerzone ist für Englert Tabuzone für Radverkehr, er möchte das auch stärker kontrollieren lassen. Er plädiert für ein Fahrradparkhaus am Bahnhof und überdachte Fahrradabstellplätze an Schulen.
Herr Englert ist in seinen Ausführungen eher unspezifisch geblieben. Was sicher auch auf die späte Nominierung zum OB Kandidaten zurückzuführen ist.

Frau OB Kandidatin Artelt hat auf die Anfrage des ADFC verspätet geantwortet. Deshalb liegt zur Zeit zu ihren Anworten noch keine Analyse vor.

Günter Niederhöfer

 

Radverkehr in der Region Worms

Durchschnittlich zweimal im Jahr treffen sich Vertreter des ADFC Worms mit den zuständigen Personen der Stadtverwaltung und der Fahrradbeauftragten, um sich über Probleme des Radverkehrs auszutauschen. Je nach Brisanz eines Themas wendet sich der ADFC auch mit schriftlichen Anfragen an die Stadt. Darüber hinaus gibt es Kontakte mit den Parteien und den Ortsvorstehern der Vororte.

Themen, über die in der letzten Zeit immer wieder gesprochen wurde:

- Zustand der regionalen Radwege, besonders der Verbindungen zwischen Stadt und Vororten
Forderung des ADFC: Wenn eine Asphaltierung aus welchen Gründen auch immer, nicht möglich ist, müssen die Wege regelmäßig in Stand gehalten werden.

- Fehlende überdachte Abstellanlage am Bahnhof:
Forderung des ADFC: Bau einer Abstellanlage am Bahnhof. Solange dies nicht verwirklicht werden kann, Öffnung des Park+Ride-Parkhauses (das nicht ausgelastet ist) auch für Fahrradpendler.

- Radwegeverbindung vom Industriegebiet nach Osthofen/Rheindürkheim über die Mittelrheinstraße.
Forderung des ADFC: Auf diesem Streckenabschnitt besteht eine Lücke: das letzte ca. 1km lange Stück nach Osthofen ist unbefestigt. Worms und Osthofen müssen endlich zusammenarbeiten, um dieses Stück zu befestigen.

- Unterführung für Fußgänger/Radfahrer an der B 9 in Höhe Pfaffenwinkel
Forderung des ADFC: Im Zuge des geplanten vierspurigen Ausbaues der B 9 möge sich die Stadt dafür einsetzen, eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer einzuplanen.

 

 

Sicher im Kreisel radeln

 

Viele Radler fühlen sich im Kreisverkehr unsicher und bedrängt von den Autofahrern.
Dabei können auch Radfahrer relativ sicher einen Kreisverkehr durchfahren, wenn sie einige Verhaltensweisen beachten und verinnerlichen.

Lesen Sie hier einige Tipps, wie Sie gut durch den Kreisverkehr kommen.

 Foto: Hardy Koperlik

 

 

Fahrradbeauftragte

Seit Sommer 2016  hat Worms wieder eine Fahrradbeauftragte, Frau Rosa Schumann-Montoya.
Der ADFC Worms steht in regelmäßigem Kontakt mit Frau Schumann-Montoya. In der Regel hält sie beim Gebraucht-Fahrradmarkt ihre Sprechstunde.

Frau Schumann-Montoya ist erreichbar unter 01522 3102487 oder 

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Seitenabstand beim Überholen

 

Ein Schreck, den wohl jeder Radler schon erlebt hat: Man radelt am rechten Fahrbahnrand eine Straße entlang und urplötzlich rauscht ein Auto vorbei so nahe, dass man den Luftzug spürt. Gerade auf relativ schmalen Straßen mit viel Verkehr (Alzeyer oder Friedrich-Ebert-Straße) kommt dies häufig vor, weil Autofahrer auch bei Gegenverkehr überholen und sich dabei fäschlicherweise an der Begrenzungslinie des Schutzstreifens orientieren. Beim Radfahrer erzeugt das Stress und Angst, kann zu unkontrollierten Ausweichbewegungen und damit zum Sturz führen.

Foto: Hardy Koperlik

Wie viel Abstand muss nun ein überholendes Fahrzeug einhalten?

Die Straßenverkehrsordnung gibt keinen exakten Wert an, sondern verlangt einen "ausreichenden Seitenabstand". Aber Gerichte haben wiederholt entschieden, dass Autofahrer mindestens 1,5 bis 2 Meter Abstand halten sollten. Der Sicherheitsabstand muss der Geschwindigkeit, sowie den Fahrbahn- und Wetterverhältnissen angepasst werden.

Ausführliche Informationen zum Seitenabstand

 

 

 

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