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Das Gros der Rundwege verläuft auf der freien Strecke abseits des
allgemeinen Verkehrs auf befestigten Wirtschaftswegen und bereits
vorhandenen Radwegen. Die Routen führen südlich, westlich und nördlich
von Worms und am Rhein entlang. Der kürzeste Rundweg umfasst 14 km.
Die große Stadtumrundung von
55 km schließt Bobenheim-Roxheim mit
ein. Als Beginn und Ende kann jeweils der Marktplatz gewählt werden. Die
sechs Rundwege sind durch Zahlen und Punktlinien auf der Karte
ausgewiesen, mit deren Hilfe sich der Fahrradfahrer orientieren kann. Die
Wege führen durch ebenes Gelände mit wenigen Steigungen und bieten weite
Ausblicke. Sie überschneiden sich zum Teil mit den überregionalen
Radrouten: Die markantesten Aussichtspunkte und einiges Sehenswertes am
Weg sind in der Karte markiert und werden beschrieben.
Route
1 : (55 km ) Großer Radrundweg
Am
Rhein entlang nach Rheindürkheim, dann über Osthofen, Abenheim,
Mörstadt, Pfeddersheim, Heppenheim, Wiesoppenheim,Horchheim Weinsheim und
Bobenheim-Roxheim am Rhein entlang nach Worms zurück.
Markante
Punkte: 1-2-3-4-5-9-10-11
Route 2 : (48 km) Großer Stadtrundweg mit Abstecher nach Ibersheim
(4,0 km); ideale Radfahrlernstrecke
Am Rhein entlang nach Rheindürkheim , über
Osthofen, Abenheim,
Pfeddersheim nach Heppenheim und über Wiesoppenheim, Horchheim,
Karl-Marx-Siedlung, Tierpark am Rhein zurück nach Worms.
Markante Punkte:
1-3-4-5-9-10-11-12-14
Route 3: (19 km) Bürgermeister-Rundweg
Entlang der Ludwigstraße beim Philosophenweg über den Tierpark,
Karl-Marx-Siedlung, Horchheim zum Städtischen Freibad, Leiselheim,
Wasserhochbehälter, Herrnsheim, Neuhausen, Bensheimer Straße zur
Rheinbrücke.
Markante Punkte:
7-8-6-12
Route 4: (20 km) Wonnegau-Rundweg
Am Rhein entlang nach
Rheindürkheim, Osthofen, Herrnsheim, Von-Steuben-Straße,. Rathaus.
Markante Punkte:
6-12
Route 5: (14 km) Dalberg-Rundweg
Rathaus,
Von-Steuben-Straße, Herrnsheim, Abenheim, Leiselheim, Pfrimm,
BIZ.
Markante Punkte:
1-6-9-13
Route 6: (22 km) Pfrimm-Eisbach-Rundweg
Rathaus,
Von-Steuben-Straße, an der Pfrimm entlang nach Pfeddersheim,
Heppenheim, Wiesoppenheim, am Eisbach entlang nach Horchheim,
Karl-Marx-Siedlung, Tierpark, Rheinbrücke.
Markante Punkte:
5-12-13
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1 Klausenbergkapelle Abenheim
1572, beliebte Hochzeitskapelle, geöffnet jeden 2.Sonntag in den Monaten
Mai-Sept. von 15 – 17 Uhr, (Tel. 06242/2429).
2 Kies- und Sandgruben:
Abbau für Kalksandstein-Produktion.
3 Pfeddersheimer Riesling-Urkunde:
Bekannte Rieslinglage St.Georgenberg. Westlich der Straße
Pfeddersheim-Mörstadt liegt der älteste bekannte beurkundete
Riesling-wingert Deutschlands, (11.11.1511).
4 Simultankirche Pfeddersheim:
Katholische und evangelische Gottesdienste unter einem Dach. Der Kirchturm
war als Wehrturm der ehemaligen Reichsstadt auch Teil der
Stadtbefestigung.
5 „Monsheimer Straßen" Denkstein:
Der Stein erinnert an den Neubau der Monsheimer Straße 1826-1827 zwischen
Pfeddersheim, Monshem, Wachenheim bis an die rheinbayrische Grenze. Die
Straße gehört zu dem kompaktesten Straßenbauprogramm Rheinhessens.
Insgesamt 10 Provinzialstraßen mit einer Gesamtlänge von 210 km wurden
damals von der großherzoglichen Staatsregierung zur Ermöglichung des
landwirtschaftlichen Handels und der Linderung der Arbeitslosigkeit in nur
6 Jahren zwischen 1826 – 1832 neu gebaut. Die verloren gegangene
Inschrift müsste analog zu den 5 noch existierenden folgende Angaben
enthalten: Monsheimer Straße 3688 Klafter (1 Kl: 1,7 – 1,9 m), Bauzeit:
1826 – 1827, finanzierende und profitierende Gemeinden: Worms,
Pfiffligheim, Leiselheim, Hochheim, Neuhausen, Pfeddersheim, Monsheim,
Kriegsheim, Mölsheim, Wachenheim, Herrnsheim, Offstein, Hohen-Sülzen und
Niederflörsheim. Die Straße war besonders wichtig für die Bau- und
Brennholztransporte vom Donnersberg.
6 Herrnsheimer Schloss: Park
im Stil des englischen Landschaftsgartens (Ende d. 18.Jahrh.),seit dem
15.Jahrh. Residenz der Herren von Dalberg, wertvolle Innenausstattung
(Bildtapeten), heute in städtischem Besitz;
Führungen nach Vereinbarung mit der
Tourist-Info.(Tel. 06241 - 25045).
7 Biogasanlage:
Grün
geerntetes Getreide und Mais aus 120 ha Ackerland werden zu Biogas
vergoren und im Generator zu Strom und Wärme umgewandelt. Die Anlage
läuft rund um die Uhr und liefert jährlich Strom für etwa 60 Haushalte
(ohne Heizung). So wird der Landwirt zum Energiewirt.
8 Leiselheimer Wasserhochbehälter: 1921
erbaut, 500
cbm, beliefert derzeit noch Leiselheim und Teile der
Richard-Knies-Straße. Wasser kommt aus 130 m Tiefe im Bürstädter Wald
vom Wasserwerk Bürstadt. Die Hauptversorgung der Stadt erfolgt durch die
beiden gegenüber liegenden Erdbehälter mit zusammen 16000 cbm Inhalt.
9 Rhein: Gesamtlänge
1320
km Worms liegt bei Flusskilometer 444 ab der Quelle, Fahrrinnentiefe mind.
2,75 m. Strom - Brückenlänge: 746 m. Der Abstand der beiden Flusspfeiler
entspricht der Länge des Wormser Doms: 116 m. Rheingütestation dient der
Kontrolle der Wasserqualität. Immerhin versorgt der Rhein 20 Mio.
Menschen mit aufbereitetem Trinkwasser.
10 Aussichtspunkt
Wassserwerk:
Von der Sitzgruppe aus erkennen wir am Horizont jenseits des Rheins den
Odenwald mit den Steinbrüchen von Weinheim und Schriesheim, der höchsten
Erhebung, dem Königstuhl (566 m ) bei Heidelberg, der Boxbergsiedlung bei
Leimen und den Mannheimer Fernsehturm. Diesseits des Rheins das größte
Chemiewerk der Welt, die BASF (34.150 Beschäftigte hier am Standort,
davon 1000 Pendler aus Worms), die vier Hochhäuser bei Frankenthal
daneben, den „Wonnegauer Dom" von Horchheim, den Wasserturm bei
Großniedesheim, Grünstadt/Asselheim, die Zuckerfabrik Offstein und die
Hanglage von Mölsheim.
Den Horizont bildet von rechts nach links: die gerade Linie des
Illbisheimer Plateaus (300 m ) mit den Windrädern von Flomborn,
Illbisheim und Stetten, der Donnersberg (685 m höchster Berg der Pfalz),
der Austritt des Zellertals, die ebenfalls gerade Horizontlinie mit dem
Windpark vor den dahinter tiefer gelegenen Dörfern Bubenheim und
Biedesheim, die schwach verlaufende Mulde von Bockenheim-Kindenheim, sowie
der Austritt des Eisbachtals. Herausragend der Fernsehturm bei Leistadt,
daneben der Bismarckturm auf dem Peterskopf (487 m). Bei klarer Sicht kann
man den Aussichtsturm auf dem Weinbiet (550 m) bei Neustadt ausmachen.
11 Aussichtspunkt Betonweg:
Von der Ackerhöhe aus geht der Blick nach Osten von dem 517 hohen
Melibokus des Odenwalds aus (bei guter Sicht kann man die Burgruine
Windeck in Weinheim und das Auerbachsche Schloss erkennen) über das
Kraftwerk Biblis in der Ebene des hessischen Rieds, zum Silo in
Rheindürkheim diesseits des Rheins. Über dem Turm der Kirche von
Abenheim im Vordergrund hinweg ist auf der Höhe Bechtheim-West zu sehen.
Weiter entgegen dem Uhrzeigersinn folgen: die Erhebung des Kloppbergs, die
Windräder am Hang das Dorf Hangen-Weisheim, der Aussichtsturm an der
alten Kaiserstraße bei Alzey, dann Bermersheim und Gundheim mit der
auffallenden Kirche. Im Vordergrund ist die Kirchturmspitze von Mörstadt
gerade noch sichtbar, dahinter am Horizont die lichte Baumgruppe markanter
Aussichtspunkt von der B271 zwischen Dalsheim und Ober-Flörsheim. Von da
aus geht der Blick im Westen zum 686 m hohen Donnersberg, dem prägenden
Berg im Linksrheinischen. Die abfallenden Linien des Donnersbergs und die
des Bubenheim vorgelagerten Hochplateaus markieren den Austritt des
Eisbachtals. Die nächsten Unterbrechungen der Horizontlinie des Pfälzer
Waldes bilden nach links zuerst der Einschnitt von Bockenheim nach
Kindenheim und dann bei Grünstadt der breite Austritt des Eisbachtals.
Gut erkennbar ist der Fernsehturm bei Leistadt und bei klarem Wetter auch
immer der Bismarckturm auf dem Petersberg bei Bad Dürkheim.
12 Aussichtspunkt Klausenbergkapelle
Abenheim:
Blick von der Bank auf der Südseite der Kapelle zum Odenwald und dem 517
hohen Melibokus. In der Rheinebene von links nach rechts das Kernkraftwerk
Biblis, das Industriegebiet Worms-Nord, Liebfrauenkirche, Brückenturm.
Auf der ansteigenden Linie zum Klinikum: Kirchturmspitze Herrnsheim, das
Hochaus Neuhausen und die Domtürme. Über Abenheim am Fuß des Weinbergs
hinweg die 4 Windräder, weiter rechts versteckt die Kirchturmspitze
Pfeddersheim, Hochbehälter Pfeddersheim. Die Baumallee gehört zur
Straße von Pfeddersheim nach Niederflörsheim (Alte Mannheimer Straße,
erbaut 1760 von der Kurpfälzischen Regierung). Im Mittelgrund verläuft
die A 61, Speyer – Koblenz. Jenseits davon die Weindörfer Mörstadt,
Dalsheim, Gundheim und Bermersheim. Im Hintergrund von rechts nach links:
die lichte Baumreihe der B 271 von Dalsheim nach Ober-Flörsheim,
anschließend der Donnersberg und deutlich sichtbar auch der Pfälzer Wald
mit dem Fernsehturm von Leistadt. Bei den an der Kapelle vorbeiführenden
380 KV Hochspannungsleitungen handelt es sich um die
Hauptversorgungstrasse von den Braunkohlekraftwerken des Köln-Aachener
Raums nach Süddeutschland.
13 Windräder:
Die 4
Windräder produzieren nach Firmenangabe jährlich rd. 11 000 Mega Watt
Strom, den Bedarf für Strom und Heizung von etwa 320 Einfamilienhäusern
(od.3000 Haushalten ohne Heizung).
Die Windräder stellen sich mitsamt ihrer Flügelautomatik auf die
jeweilige Windrichtung ein. Ihre Laufzeit beträgt wenigstens 20 Jahre,
ihre Höhe 100 m und 70 m.
14
Pfrimm: Quelle nahe
Sippersfeld (Donnersberg Gebiet). Essfische, wie Döbel, Rotauge,
Flussbarsch und amerikanischer Krebs, sowie die für gute Wasserqualität
stehende Bachforelle und Gründling weisen auf ein lebendiges Fischleben
in der Pfrimm hin. Im übrigen bildet der Raum zwischen Pfrimm und Eisbach
die Frischluftschneise für die Stadt Worms. Um die Zufuhr von Frischluft
nicht zu behindern, wurde die Pfeddersheimer Autobahnbrücke hoch
aufgeständert mit weiten Feldöffnungen geführt.
15
Ibersheim:
Mennonitendorf, große gehöfte, Ansiedlung im 17.Jahrh. nach dem
30jährigen Krieg. Unter den 600 Einwohnern leben heute 20 Mennoniten; 3
der 4 großen Bauernhöfe sind noch in ihrer Hand. Das Ammenhäuschen,
auch Armenhäuschen genannt (1788), damals außerhalb der Siedlung, diente
den Glaubensfremden als Unterkunft.
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